Finissage
Pfingstmontag, 1. Juni 2009, 11:00 Uhr
Natias Neutert

Die Schnäbel des Staunens füttern

"Die Schnäbel des Staunens füttern" * - unter diesem Motto bietet der Dichter, Essayist und Vortragskünstler Natias Neutert aus Hamburg als besonderes Ereignis zur Finissage der Sonderausstellung "Tierisch moralisch" einen Vortrag im doppelten Sinne: Zum einen trägt er die schönsten deutschsprachigen Tiergedichte vor, zum Anderen deutet er diese in der Form philosophischen Plauderns mit kurzen Kommentaren auf höchst eigne Weise als Verwandlungszauber und Tarnkappenspiele der Dichter.

* Auf Elias Canetti zurückgehendes Motto

Eintritt: 2,- €

Über Natias Neutert:

... benutzt er die Flugfähigkeit seiner überbordenden Phantasie dazu, sich einen Reim auf die Dinge zu machen und sie so zum Tanzen zu bringen.

SYLTER SPIEGEL

Zwischen Realität und Phantasie. So souverän, dass es einfach unglaublich ist.

HEIDELBERGER TAGEBLATT

In ihm mischen sich Dichterlesung, Gauklerkunst, Stegreiftheater zu einer Unterhaltungskunst.

DIE ZEIT





Lesung
Dienstag, 24. Februar 2009 um 19:30 Uhr
Dr. Claudia Ott und musikalische Begleitung durch Bassem Hawar

Gold auf Lapislazuli

Mit großer Meisterschaft hat Claudia Ott einen farbigen Teppich aus Liebesgedichten geknüpft; für die Liebenden und als Liebeserklärung an den Orient. Sie liest aus ihrem neuen Buch: Gedichte aus drei Jahrtausenden und aus verschiedenen Kulturen sowie Sprachen. Musikalisch begleitet wird diese Lesung durch Herrn Bassem Hawar auf der Kniegeige, der „dschoza“.
Sie erwartet ein unvergesslicher Abend mit einem Ausflug in die Lyrik von Babylon und Ägypten bis ins islamische Mittelalter und zur Gegenwart!

Eintritt: 10,- € / erm. 8,- €


Vortrag
Dienstag, den 31. März 2009 um 19:30 Uhr
Prof. Dr. Bea Lundt, Flensburg

Hund oder Mungo? Das Exempel „canis“ in der Überlieferung von den „Sieben Weisen Meistern“

Wer kennt heute noch die „Sieben Weisen Meister“? Frau Prof. Lundt führt spannend und anschaulich in diese Erzähltradition ein und zeigt an dem Beispiel der Fabel „canis“, wie Erzählstoffe wandern. Die Inhalte passen sich bei der Übertragung in andere Kulturen an und können sogar kultische Handlungen auslösen. Über Jahrhunderte hinweg bleiben Hund und Mungo in der Überlieferung zwischen den Kulturen und Religionen von Ost und West erhalten.

Eintritt: 2,- €


Vortrag
Dienstag, den 28. April 2009 um 19:30 Uhr
Nalini Bhat-Sperling, Ritterhude

Panchatantra: Ursprünge der Kalila wa-Dimna

Die Bedeutung des Panchatantra in der indischen Kultur sowie der Weg und die Wanderung der Fabeln über Arabien nach Europa sind Inhalt dieses lebendigen Vortrags. Frau Nalini Bhat-Sperling erzählt die Panchatantra Fabeln in der typischen verschachtelten Form. Als Klangbeispiel wird sie einen kurzen Text in Sanskrit rezitieren.

Eintritt: 2,- €


Szenische Lesung
Dienstag, den 19. Mai 2009 um 19:30 Uhr

Die arabische Fabelsammlung Kalila wa-Dimna hatte neben den Märchen aus „1001 Nacht“, den „Sieben weisen Meistern“ und der „Disciplina clericalis“ des Petrus Alphonsi die stärkste Wirkung auf die Erzählliteratur Europas. Stefanie Becker, freiberufliche Schauspielerin und Theaterpädagogin, und Nahla Al-Chanaah, Künstlerin, lesen und erzählen aus dem Fabelbuch, mal auf deutsch, mal auf arabisch.

Eintritt: 2,- €